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Bausteine

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Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Projekt unterstützt Initiativen in den Bestand historischer Fachwerkstädte, welche die Integration von Migranten durch bürgerschaftliches Engagement, Qualifikation in Baufachberufen und Wohneigentumsbildung in der Fachwerkstadt miteinander verknüpfen. Hierfür werden in ausgewählten Mitgliedsstädten lokale Initiativgruppen aus Vertretern der Bürgerschaft, des (Bau)handwerks und der Verwaltung eingerichtet. Gebäude als Lehrbaustellen werden in den Projektstädten bereitgestellt. Mit dem Vorhaben werden Initiativen entwickelt, die Migranten einen Anreiz zum Verbleib im ländlichen Raum durch Qualifikation und die Entwicklung zum "Bürger der Fachwerkstadt" eröffnen. Das Projekt beinhaltet drei Bausteine:



Baustein 1:

Im ersten Baustein wird im Dialog mit den Netzwerkpartnern, das Integrationsmodell in den Schwerpunkten Integration, Qualifikation und Wohnen ausgearbeitet.

Die Stadt Eschwege ist hierbei "Pilotstadt". Die Bauinnung c/o Ausbildungszentrum für Bauwirtschaft des Werra-Meißner Kreises und eine Bürgergruppe sind Partner im Projekt. In der Stadt werden Übungsimmobilien bereitgestellt. Die Kommune übernimmt die Koordination von Planungs- und Genehmigungsverfahren an den Übungsimmobilien, Handwerksbetriebe mit ihren überbetrieblichen Ausbildungsstätten übernehmen die Qualifizierung der Teilnehmer und die Aktivitäten werden von Bürgergruppen unterstützt.



Baustein 2:

Im Mittelpunkt steht die Durchführung der Pilotmaßnahme in Eschwege.

Das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft für den Werra-Meißner Kreis integriert die Flüchtlinge in der Lehrbaustelle in Musterimmobilien im Rahmen der laufenden Ausbildungsprogramme. Die Flüchtlinge qualifizieren sich dabei in der Fachwerksanierung. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte bringt ein Bildungsmodul "Sanierung von Fachwerkhäusern" in die Kurse mit ein. Die lokalen Bürgergruppen betreuen die Ausbildungsteilnehmer und halten auch den Kontakt zu den Eigentümern. Sie bringen sich auch bei der Auswahl von Modellgebäuden mit ein. Wohnmodelle werden entwickelt. Sie reichen von Mietwohnangeboten über Erbbaupacht bis hin zu Einzeleigentum.



Baustein 3:

Dieser Schritt umfasst die Multiplikation des Konzeptes mit den ausgewählten aktiven Partnern in den Fachwerkstädten mit den in den vergangenen Jahren im Rahmen der Fachwerktriennalen entwickelten Methoden.

Dazu gehören u. a. die Einrichtung und Formierung des Projekts, die fortlaufende Begleitung und Beratung, Workshops und Fachsymposien in den Teilnehmerstädten, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Erfahrungsaustausch.