Baustein 1 Stadtumbau in Fachwerkquartieren, mit Projekten im Bestand und Neubauquartieren
Der Baustein zielt auf die integrierte Planung und Durchführung von Neubau- und Sanierungsvorhaben in historischen Fachwerkquartieren, die beispielgebend moderne Nutzungsanforderungen mit Restriktionen des gebauten Raums und des Denkmalschutzes verknüpfen. Ein Schwerpunkt ist das Thema "Wohnen in Fachwerkstädten" - präsentiert werden Projektbeispiele, die im Hinblick auf die Nutzerstrukturen und Zielgruppe die Strukturen von Fachwerkstädten aufwerten.
Baustein 2 Stadtentwicklungsfonds, Stiftungen und neue Trägermodelle
Instandsetzungs- und Modernisierungsdefizite im Gebäudebestand lassen sich in Zukunft nur durch eine intensivere Mobilisierung privaten Kapitals beheben. Kleinteilige Eigentümerstrukturen und die zunehmend älter werdenden Eigentümer mindern die Investitionsbereitschaft. Erste Fachwerkstädte haben bereits positive Erfahrungen mit der Einrichtung eines kommunalen Fonds gesammelt. Weiterführende Ansätze zielen auf Finanz- und Trägermodelle, z.B. in Form von Stadtentwicklungsfonds, die über "revolvierende" - also dauerhaft aus zurückfließenden Einnahmen gespeiste Fonds - Ansätze die traditionelle Stadtebauförderung ergänzen.
Baustein 3 Neue Ansätz im Tourismus
Fachwerkstädte gelten generell als attraktiver Anziehungspunkt für Touristen und sind in vielfältige Aktivitäten der touristischen Vermarktung eingebunden. Dennoch ist festzustellen, dass insbesondere auf Tages- und Kurzzeittouristen ausgerichtete Angebote vor allem saisonale Effekte haben und Nutzungskonflikte mit sich bringen. Es stellt sich somit die Frage, wie sich hochwertige und saisonal unabhängige touristische Segmente überegional - und in Zeiten des Flugpendelns auch international - erschließen lassen.
Baustein 4 Ökonomische Clusterstrategien für die Fachwerkstadt
Strategien der Wirtschaftsförderung zielen auf die Vernetzung von Unternehmen, Hochschulen und öffentlichen Akteuren u. a. durch die Einrichtung von spezialisierten Gewerbe- und Technologieparks. Im übertragenen Sinne könnten diese Ansätze auch den Fachwerkstädten helfen neue Nutzer zu finden. Beispiele wären die Ansiedlung von "Kulturgewerbehöfen" in Fachwerkgebäuden. Pilothafte Ansätze werden im Rahmen der Fachwerktriennale entwickelt.
Baustein 5 Generationentransfer - "Fachwerk macht Schule"
Das Baugefüge Fachwerk ist ein idealer Lehr- und Lerngegenstand in den Bereichen Kunst und Kultur, Heimat und Umwelt, Physik, Mathematik, Technik und Biologie. Durch den praktischen "Umgang" - Sehen, Hindurchgehen, Wohnen - haben Schüler bereits eine Beziehung zu Fachwerk, die vielfältig genutzt werden kann. Das Bewusstsein für Fachwerk als historisches Baugefüge, als ein wesentlicher Beitrag ländlicher und städtischer Kultur, geht mehr und mehr verloren. "Fachwerk macht Schule" soll neben den pädagogischen "Direkterfolgen" dazu beitragen, das Wissen vom Fachwerk, vom Wohn- und/oder Schulort, von der Fachwerkstadt nachhaltig zu steigern. Siehe auch Manfred Gerner: "Fachwerk macht Schule"; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.dbb.de abrufbar.
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